Rumbach - Pfalz
Sie sind hier: Gewaltopfer

Quelle: Pressebericht Die Rheinpfalz - Ausgabe Nr. 176 vom 01.08.2005 (lhv)

Gemeinde Rumbach richtet Spendenkonto "Wacht auf für Johannes" ein

Anti-Rassismus-Bändchen als Auslöser für Gewalttat ?
Johannes F. Foto: Privat

Die Familie des 21 Jahre alten Gewaltopfers Johannes Fritzinger, der vor zwei Wochen nach einem Open Air Konzert auf dem Sportplatz Vorderweidenthal derart zusammengeschlagen wurde, dass er nach Auskunft der Ärzte für den Rest seines Lebens gelähmt bleiben wird, wendet sich aufgrund verschiedener Vorkommnisse erstmals an die Öffentlichkeit. Einmal mit der Erklärung, dass in ihrem Namen keine Haussammlungen noch irgendwelche

Spendenaktionen durchgeführt werden, außerdem mit der Bitte an eventuelle Zeugen des Verbrechens, sich bei der Polizei zu melden.

Die Ortsgemeinde Rumbach hat nun auf Bitte von Freunden und Verwandten des Gewaltopfers Johannes Fritzinger das Spendenkonto „Wacht auf für Johannes" bei der Raiffeisen- und Volksbank Dahn eingerichtet. „Mit der Hoffnung, dass viel Hilfe für die Familie Fritzinger eingeht und alle an Johannes denken und dabei jegliche Gewalttaten, egal aus welcher Ecke, verurteilen", kommentiert Ortsbürgermeisterin Heidelinde Koslowski die Unterstützung für den jungen Rumbacher, der derzeit in einer Spezialklinik für Querschnittsgelähmte behandelt wird. Dem jungen Mann, den sein Umfeld als hilfsbereiten, immer fröhlichen Kameraden kennt, war nach Aussagen der Gerichtsmediziner massiver Gewalteinwendung ausgesetzt. Ihm seien die oberen Halswirbel gebrochen worden.

Vermutungen, dass die Täter in der rechtsradikalen Ecke zu suchen sind, konnte die Polizei, die zur Aufklärung des Falles eine zehnköpfige Sonderkommission mit Namen „Sportplatz" gebildet hat, bis heute nicht beweisen. Immer wahrscheinlicher wird jedoch, dass der Auslöser für die Tat ein Armbändchen mit der Inschrift „respect" gewesen ist. Mit dem Armband stellt sich Johannes Fritzinger hinter die Aktion des Westdeutschen Fußballlandesverbandes: „Wir zeigen dem Rassismus im Fußball die rote Karte".

Die Familie bittet alle, die etwas gesehen haben oder etwas zur Aufklärung des Verbrechens beitragen können, sich mit der
Sonderkommission „Sportplatz" bei der Polizei in Landau, Telefon 06341 - 2870 in Verbindung zu setzen. Wer sich an ungewöhnliche Vorkommnisse erinnert, die zur Aufklärung des Verbrechens beitragen können, soll sich melden. Selbst Kleinigkeiten können wichtig sein. Alle Hinweise werden streng vertraulich behandelt.

Schnelle und unbürokratische Hilfe erhielt die Familie inzwischen schon vom „Weißen Ring", der Gewaltopfern zur Seite steht. Christof Keller aus Busenberg, der in der Region für die Organisation zuständig ist, hat bereits alles unternommen, um der Familie in diesen schweren Stunden beizustehen. (lhv)

Wer die Familie unterstützen möchte, dem steht das Spendenkonto, eingerichtet von der Gemeinde Rumbach bei der

Raiffeisen- und Volksbank Dahn
Spendenkonto "Wacht auf für Johannes"
Kontonummer: 568 015 - BLZ 542 912 00

zur Verfügung. Spendenquittungen können ausgestellt werden.

Links - Aktionen zu Gunsten von Johannes

Aktion des SC Busenberg
Internet: www.sc-busenberg.de
 

Aktion des SF Bundenthal
Internet: www.sfbundenthal.de

Aktion des TuS Rumbach
Internet: www.tus-rumbach.de

Aktion des Pétanque-Verband Rheinland-Pfalz e.V.
Internet: www.pvrlp.com

Aktionen des SV Vorderweidenthal
Internet: 
www.sv-vorderweidenthal.de

Aktion Förderkreis Rumbach - Panoramalauf
Start und Ziel auf dem Sportplatz des TUS Rumbach
Internet: www.rumbacher-salztrippler.de


Herzlichen Dank allen Mitwirkenden, die sich für Johannes eingesetzt haben.
Sollten wir jemand vergessen haben,
bitte melden
AntiRassismus-Armband
Seitenanfang
©  Webdesign  Krystyna Faul,  webagentur-pfalz.de